Eulenkönig.

Ich muss wohl schon träumen.

Cash

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Krieg und Frieden
Freiheit
Ain’t no grave gonna hold my body down
Portrait von uns als Kinder
Mit Zahnlücke
Verdammt geil
Zahnlücke
And I
I walk the line
I walk the line tonight
Baby
It’s a long way home
From here
Were art starts
I’m here
For the good times
Be my Johnny Cash wispering voice
Slide in my ear
Ain’t no potatoes
Shh shh baby
Don’t say a word
About tomorrow
Sexy Zahnlücke baby
Lay your head
Upon my pillow
Schmirgel schmirgel
Ich sag schmirgel schmirgel
Und werfe mein Cash zum Fenster raus
Cause I hurt myself today

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Die seltsame Verkäuferin

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Als ich letzte Woche in den Buchladen ging, mein liebster, der mit den bequemen Sofas und dem schönen Teppich mit den Fransen und der antiken Wandverkleidung, wollte ich fragen: „Haben Sie dieses Buch, das eine?“ Die Worte hatte ich mir gut zu recht gelegt. Die Frau am Tresen hatte aber kein frohes Gesicht, sie sah aus, grad als ob sie ihr Leben lang mit allem nicht einverstanden gewesen wäre. Ich erzählte vom Buch, dem einen und sie notierte sich alles auf dem Notizblock. Da sah ich ihre Brosche, da sah ich das Gemälde von Charlie Chaplin an der Wand, da sah ich ihren Computer aus 1997 und rufte: „Nein! Ich möchte ein anderes, ein Buch über etwas ganz Kleines, zum Beispiel über kleine Insekten, die ganz kleinen, die da, so richtig nicht schön. Dann könnte ich in den Wald gehen und nach Wasserläufern und wurmartigen Schwanzflossenwedlern suchen und so würde ich dann nach stundenlangem suchen endlich unter einem Stein ein Tierchen finden, dass da gar nicht in den Buch. Ich würde ein Diplom kriegen, ein richtig schönes Diplom für meinen einmaligen Fund der an 13. Stelle meinen Namen tragen würde. Das Diplom hänge ich mir an die Wand und wenn Besuch kommt sage ich dann ‚Danke für den Besuch, schaut so wohne ich und das ist mein Diplom.‘ Und alle würden fragen: ‚Was, hm, du hast ein Diplom?‘ Dann käme da einmal ein Arzt, meine beste Freundin kennt einen Arzt, der hat auch ein Diplom, ein Arztdiplom und wir würden dann Freunde werden und er würde mich auf seine Partys einladen, und ich würde ihm sagen, ich mache selber keine Party und an seinen Partys würde er mir den Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vorstellen, er kennt den persönlich, er ist Arzt, er ist wichtig. Ich würde dann dem Präsidenten etwas vorstottern und stottern und er würde Beifall klatschen und alle würden Beifall klatschen und alle meinen ich sei jetzt auch wichtig, man habe ja schliesslich geklatscht. Und der Präsident würde dann übergangen und ich dürfte sein Amt dann so etwas machen. Ich würde mich mit den Präsidenten der Welt anfreunden und überall Silos hinbauen lassen und die Schafe abgekochte Kartoffelschale aus den Silos fressen lassen, denn so abgekochtekartoffelschalengefüllte Schafe wären ganz bestimmt lecker, das wäre der neue Hit und ich wäre dann so bekannt, und die Antifleischkrieger aus Vegetarianien würden mich bekämpfen und damit die Werbung machen und ich hätte die Weltherrschaft und würde Kontinente zusammenlegen, unterteilen, ausrangieren, wenn sie Lust hätten, kämen sie doch auch vorbei! Wir könnten dann zusammen einen unheimlichen Radau veranstalten und wenn mir dann alles gehört, könnte ich dann endlich beim Falkner eine Eule besorgen und müsste nicht einmal dafür bezahlen.“ Die Verkäuferin ließ sich auf ihr besticktes Kissen nieder, hat die Kopfhörer aufgesetzt und ich gehe brummend raus: „Stevie Wonder ist keine Lösung. Stevie Wonder ist keine Lösung.“

Das Volk (das indes kein besonderes war)

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Es war einmal ein Volk. Kein ziemlich anders als wir es sind. Dieses Volk nun hatte eine grosse Feier vor, nämlich die Feier des Bestehen des Volkes. Zu diesem Fest wurde ein ortsansässiger Künstler aufgefordert, ein Kunstwerk herzustellen, das an besagtem Tag auf der Wiese hinter der Kirche eingeweiht werden sollte. Er entschied sich für eine Stein-Skulptur eines Menschen, der einen typischen Einheimischen aus dem Volk darstellen sollte. Die Altenrate war dazumal sehr hoch, zu ungunsten der Jugend, so wurde aus der Skulptur ein etwas reiferer Herr in ortstypischer Kleidung, der mit einer Flasche des ortsansässigen Bieres geschmückt und einem leichten Hut bedacht auf die Wiese schaute. Der Künstler sah die Leute aus dem Volk als ein genießerisches Volk. Die Einweihung lief wie geplant, die Menschen hatten applaudiert und dann den offerierten Grießbrei gegessen und das ortsansässige Bier getrunken und alle waren zufrieden. Nicht erstaunt, nicht überrascht, aber zufrieden. Einige interpretierten andere Volksgewohnheiten in die Figur als die anderen und so war das gewünscht, verkündete der Künstler.

Das Volk wusste nicht, dass der Boden auf dem die Skulptur stand instabil war, das ganze Land hinter der Kirche schien über die Jahrzehnte einzusinken. Das Volk zog weiter, als sich die geografischen Begebenheiten verschlechterten. Nur ein paar Greise wohnten zu letzt noch da. Ihr künstlerisches Jubiläumswerk hatten sie schon lange vergessen.

400 Jahre nach der Einweihung der Skulptur wurden im ganzen Land Bodenproben entnommen, nun an diesem Fleck fand man etwas bodenuntypisches bei den Grabungen. Nach langem Graben und Schürfen und Scannen merkte man, dass es ein Kopf sein musste. Man grub weiter bis man irgendwann die ganze Figur fand, die unter dem Boden überlebt hatte. Die Zeitungen des Landes waren voll davon. «Was versteckten unsere Vorfahren für ein Geheimnis?» «Übergrosse Mannsfigur im Boden entdeckt: Zeichen für ein heiliges Ritual?» «Quantensprung in der Ahnen-Medizin, Skulptur vielleicht ein Altar für Opferungen» «Fand man hier den Vorfahren unseres Computers?» Und so weiter. Das ganze Dorf wurde eingezäunt, Bundesräte wurden eingeflogen und von Ingenieuren, wichtigen Bauleitern und Managern herumgeführt. Der Tourismus boomte. In der nächsten Stadt konnte man in allen Hotels und Backpackers Tickets für eine Busfahrt zu der Figur erwerben. Dort stand man eine Stunde an für eine Fotografie. Die Chinesen nahmen es auf ihre Bucket list für die Europareise. Und auch die Arbeitlosenrate sank, denn noch manch einer machte es sich zum Beruf, das Geheimnis, was diese Figur wirklich bedeute, zu lüften.

Unsagbarer Kampf


Ich habe all die Schlachten die ich führen will in mein Büchlein geschrieben. Jetzt bin ich müde, lass mich schlafen. Ich habe alle Pferde, alle Waffen, alle Gründe, alle Sorgen, alle Fantasien, alle Mächte fein säuberlich skizziert. Ich habe die Zeit, den Moment berechnet. Ich habe die Opfer bestellt, ich habe meine Rüstung rausgelegt. Ich habe alles bereitgelegt. Ich habe meine Schuhe bereitgelegt. Ich habe das Haus verschlossen. Ich habe meine Waffen angemalt, ich habe meine Haare rasiert. Ich habe Kränze aus Rosen gebunden. Ich habe den Dreck weggemacht. Ich habe die Bibel angeschaut. Ich habe meine Skulpturen gerichtet. Ich habe den majestätischen Gang geübt. Ich habe die Kleider gewaschen, ich habe sie genäht. Ich habe den Kampf angedeutet. Ich habe mich losgesagt. Ich habe alle Worte fein säuberlich notiert. Ich bin bereit, ich habe alles um zu marschieren. Doch jetzt bin ich müde. Lass mich nicht kämpfen, ich bin müde, lass mich einfach schlafen. Soll der Staub wiederkommen, ich bin so unsagbar müde und geschlafen habe ich auch nicht.

Und du, den Stein will ich nicht. Den Stein hast du in meinem Haus liegen gelassen. Ich mag keine Steine. Hol deinen Stein wieder ab. Den werde ich nicht mit mir rumtragen. Nicht meinen bleischwer gewordenen Kopf damit beschweren. Hol deinen Stein wieder ab.

Bleiche, weiche, weiße Küche

Ich schwöre, man gewöhnt sich daran

«Mit Liedern in der Küche muss man Acht geben. Da gibt es manchen der kennt sich aus, kennt Fakten.»

Mittags um 10.15 Uhr tropft die Küche langsam runter. Alle für ein Musketier. Ich sitze drinnen, ich kann das. Nein. Ja? Der Hahnen tropft, meine Küche eine Pfütze. Und ich tropfe so langsam an mir runter. Die Sonne scheint. Ich bin übrig, du noch nicht, dich würde ich an ein Kreuz nageln. Bibel-Sender. Ich halte jede Stange, jeder Finger am Abzug, jeder muss zucken.

Mittlerweile ist 11.20 Uhr vorbei und ich warte auf die Medizin. Könnte man Liebe nicht messen und für immer im Nationalarchiv gewissenhaft verwalten. Alles bleibt beim Alten und der Hahn tropft. Ich bin fruchtbar, du bist flammbar. Ich studier den Zooplan, du Biologie. Ich sag geh mal, du läufst fort. Ich grubte, grabte, grieb an deinen Wunden, wäre da Gold? Die Welt rettet man nicht mal so baldig.

Ich für alle deine Wunden im Meer. Und alles tropft beim Warten. Backe auf Backe. Bein auf Bein (von unten zu kurz). Ich mit Spannung, du dann nachher gelangweilt. Da gibt es manchen, der kennt sich aus, kennt Fakten. Es bleibt alles beim Alten und der Hahn der tropft. Ich warte weiter (auf gar nichts).

An mir steigt die Bergkette hoch, an dir eine Spitzmaus. Auf mir sitzt die Last der Tage, auf dir die seiner Hände. 12:45 Uhr. Ich räume langsam auf, putze all das Vertropfte weg, ich der einzige Zeuge, der einzige Zeuge eines überschaubaren Weltkrieges. Eine Welt die saugt und nicht von Saugern vertrieben wird. Nichts zu verlieren. Eisenwarenkühl. Den die Welt, ich, zieht in den Krieg, und ich bin wieder einmal nicht dabei. Wieder von vorne.

Chopin läuft

 

Chopin läuft. Die Nase und der Fernseher. Die Gedanken laufen, die Katze über’s Dach. Ich davon. Und dann wird Chopin laufen. Die Nase und der Fernseher. Die Gedanken werden laufen, die Katze über’s Dach. Ich davon. Und dann wird Chopin zu Ende sein. Die Nase trocken und der Fernseher aus. Die Gedanken, ach frag nicht, die Katze lebt schon lange nicht mehr. Aber dann muss man halt Chopin anlassen. Etwas trinken und die Nase schnäuzen, vielleicht einfach wieder eines der 1000 Bücher vorne anfangen. Die Gedanken seien frei. Und ich hab da jetzt eine Katze aus dem Tierheim, die ist ganz lieb, Madame heisst sie und ich stehe dazu. Wir hören jetzt manchmal zusammen Chopin. Die Nase ist längst verstopft, manchmal gehe ich ins Internet und klicke einen vielversprechenden Beitrag an. Dabei muss ich gar nicht mehr so viel denken, das Haus hat ein Flachdach wo ich jetzt selber raufkomme und weit davon muss ich auch nicht, der Wald ist ja so ruhig und grün, auch im Winter.


Und lange habe ich mich gegen diesen Text gewehrt. Und doch bin ich mit ihm zufrieden. Doch dieser Tod soll mir nicht zu eilen, nein nein nein. Bääh, bäääh. Zunge waschen.

Der gestiefelte Kater und der Zauberer

Style

Der gestiefelte Kater meint zum Zauberer:
«Ich habe gehört, du kannst dich in jedes beliebige Tier verwandeln?
Was Hund, Fuchs oder Wolf betrifft mag das stimmen, aber ich wette, einen Elefanten bringst du nicht hin.»

«Och, du wirst dich wundern Jungchen!»

BATSCH BUUM CHLAPF!! BÄDÄÄÄÄNG!

Er wird zum Elefanten.

«Imposant und was ist mit einem Löwen? Das schaffst du nie!»

«Schau nur her, das Kunststück meiner Verwandlung!»

BATSCH BUUM CHLAPF!! BÄDÄÄÄÄÄNG! ZISCHSCH WOBOOONGG!

Ein Löwe mit prächtiger Mähne steht vor dem Kater.

«Da bekommt man ja fast Angst, grossartige Kunst! Wie wär’s jetzt mit einer, ähm Giraffe!»

«Hach, als ob das was wär, Kinkerlitz!»

BATSCH BUUM CHLAPF!! BÄDÄÄÄÄÄNG! ZISCHSCH WOBOOONGG!
UII UIIIII, RÄMDÄGÄDÄGÄDÄMDÄÄÄÄÄNG!!!

Eine weltsgrosse Giraffe steht im Palast.

«Wunderbar, wunderbar! Wahrlich, die Grösse beherrscht du, aber was ist mit ganz kleinen Tieren? Eine Maus zum Beispiel?»

«Hab keine Lust mehr.»

Der Liebster Award

Als Erstes vielen Dank an die Echolotta die mich für den «Liebster Award» nominiert hat. Ich kenne sie als @Pimpernellchen auf Twitter und bin schon sehr lange ein Fan ihrer Gedanken- und Schreibwelt die mich auf die Reise in spannendste Wälder treiben. Umso dankbarer bin ich, dass die damit verbundene Schreibaufforderung kam, als ich gerade nichts ahnend den Tiefschlaf aufsuchte.

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Zugegeben – auch ich wusste nicht, was der «Liebster Award» ist, aber ich wurde aufgeklärt: Für den Liebster Award wird man von anderen Bloggern nominiert, bekommt und beantwortet 11 Fragen und nominiert wiederum 11 Blogger, denen man 11 neue Fragen stellt. Der Liebster Award ist somit dazu gedacht, weniger bekannte Blogs bekannter zu machen.

Nun denn! So lest meine Antworten auf die Fragen von Echolotta. Ich habe hier keine weiteren Blogger nominiert, da ich diesen Blog zur Wiedergabe nutze, aber nicht sozial darauf verkehre, sprich: Ich lade hier meine Schreibgedanken ab, kommuniziere aber über Twitter: @Chatzefuetter Somit kenne ich viel zu wenig Blogs, nehme aber sehr gerne Vorschläge entgegen. Nun zu meinen Antworten auf ihre Fragen:

 

1. Was denkst du über Menschen, die einen Apfel mit Stumpf und Stiel, also samt Kerngehäuse essen?
Nun ja, ich mag solche Menschen. Ich weiss nicht was es ist, aber sie sind mir sehr charmant. Sie nehmen sich mehr als der Anstand gebietet, sie tun es ja sicher weil sie es wollen und mehr ist nicht wichtig, das sollte von vielen Menschen bewundert werden. Ich lecke den Teller auch aus, wenn das Dessert gut war.

2. Ich habe so einige Wochen meines Lebens auf der Suche nach meinem Schlüssel verbracht. Kennst du das?
Ja ich kenne das. Obwohl ich nie Schlüssel suche (wir haben nicht so eine grosse Verbindung). Bei mir ist es das Portemonnaie, früher das Handy. Diese Art Suche ist das Einzige, das mir einfällt, was mich zur Weißglut treiben kann. Darum bin ich im Nachhinein manchmal froh mich deswegen so geärgert zu haben, da weiss ich, dass ich noch am leben bin. Das ist mir wichtig. Aber ganz ehrlich, wann bekommt man die unnützen Wochen wieder zurück?

3. Wie bekommt man unsportliche Menschen von der Couch?
Mit Leidenschaft. Bei mir ist es zumindest so, wenn es um die Künste geht hüpf ich schon hoch, auch wenn ich total übermüdet bin.

4. Von Katzen lernen heißt: Egal, wie viel Spielzeug herum liegt, am spannendsten ist der neue Karton. Aber was genau lernt man davon?
Das ist meine Lieblingsfrage. Ich beschäftige mich schon seit meiner Geburt mit Katzen und ich kann dazu sagen, dass Karton für die Katze eine Geborgenheit darstellt. In ihren Urgenen, die sie seit der ägyptischen Falbkatze mit sich trägt ist eine Information gespeichert die das warme Braun eines Karton und seine Beschaffenheit mit der Gebärmutterinnenhaut einer Katze verwandt macht und bei der Geburt der Katze geht es doch darum sich freizukämpfen, und zum Geschenk bekommt sie danach die Krallen. Was für sie dann eine Art Revanche darstellt mit dem Karton zu kämpfen oder eben, sich darin geborgen zu fühlen. Oder das von Menschen entworfene Spielzeug ist einfach zu unnatürlich und nichts sagend.
Ah wir sollten was davon lernen? Na dann, sollten wir es ihr einfach gleich tun.

5. Hast du eine Strategie zur Bewältigung von Angst?
Nein. Sie ist ein Gefühlsausbruch. Diese inspirieren mich. Ich habe nicht gerne Angst, aber akzeptiere sie.

6. Hast du Kollegen schon einmal einen Streich gespielt?
Ich spiele am liebsten Streiche indem ich falsche Dinge behaupte und die Reaktionen abwarte. Wie zu behaupten, unser Land hätte früher Könige gehabt, die gar nicht von Affen abstammten wie wir. Wichtig ist, sich dabei selber zu glauben.

7. Warum klingelt der Wecker immer zu früh?
Weil man nicht das tut was man liebt.

8. Was ist schlimmer als zwei Blockflöten?
Nun ja, Kinder die sie zu bedienen lernen wollen.

9. Was ist das früheste Erlebnis deiner Kindheit, an das du dich erinnern kannst?
Ich weiss nicht ob das das Frühste ist, da ich bei den frühsten Erinnerungen keine Verbindung zur Zeit habe. Aber ich erinnere mich spontan an folgendes: Wir hatten ein älteres Ehepaar aus Polen als Untermieter auf der anderen Seite unseres grossen Hofes. Ich wurde geschickt ihnen Post zu bringen, die irrtümlicher Weise in unserem Kasten landete. Sie wollten gerade zu Mittag essen und luden mich zu dem Mahl ein. Es gab gedämpfte Karotten, das Bild habe ich noch vor mir, mehr weiss ich aber nicht mehr.
Ich vermisse die beiden, als Kind habe ich es geliebt sie zu besuchen, vor allem wenn noch ihre Schwester aus Polen zu Besuch kam.
Oder ich liebte es mich mit der Nachbarin in ihren Garten zu schleichen und uns Geschichten auszudenken über einen grossen grauen Kasten mit schwarzem Deckel und zwei kleinen Löchern, der dort stand. Ich war mir damals zu 100% sicher, dass man damit Pommes frites herstellen konnte.

10. Kaffee oder Tee?
Tee. Ich verstehe den Kaffe-Hype nur begrenzt. Tee hilft mir gesund zu werden.

11. Wünschst du dir was, wenn du eine Sternschnuppe siehst?
Immer, und da man das ja niemanden sagen darf …
Sind sie nicht schön, diese Rituale?

VELIM CINERES

Gestern habe ich einen Stimmungskurzfilm über die Nacht und die Feuerhoffnung fertiggestellt. Hier das Ergebnis. Es empfiehlt sich das Video bei nächtlichem Regen zu schauen, wobei es natürlich auch ohne Regen wirkt.

Nachts wacht was danach trachtet
Was trachtet, aber nicht übernachtet
Nachts wacht wem tagsüber nichts gelingt
Was nicht kann, aber wann unbedingt?

Auf Feuer hoffen
Asche wollen
Wir wollen wieder wen werden. Und endlich wieder Feuer sehen.
Auf der Haut
Lichterloh
Feurig verfallen, fast vergehen
In der Hoffnung wieder aufzusteigen

PHOENIX

Wasser

Wer Will Sollte Auch Können
Wenn wilde Wasser wieder wollen
Will ich?
Wir wollen
Wir wollen wieder Wasser werden
WIR WOLLEN WIEDER WEN WERDEN
Wir werden wieder weinen
Weil wie und warum wann wieder will
Wollen wir
Wir werden wieder werden wollen
Werden wimmernd weit währen
Wir wollen wen werden
Wem geworden werden
Wieder währen
Während wässrigen Wiegen
Werden wir wieder wen

Wer wacht wenn wir gähren?
Während wir gährend währen?
Wer wird wieder wässriger weil wir werden?
Wer wagt zu weisen?
Wer will wieder wann und warum?
Wer wird wieder wirken, dass wir werden wer wir schon sind?

Wer will wieder Wasser werden wenn wir während windigen Wintern Wasser weinen?