Eulenkönig.

Ich muss wohl schon träumen.

Monat: März, 2012

Du

Verfasst irgendwann um Ende des Jahres 2011. Man sehe dies als Gedankentanz und soweit nicht mehr als immer noch anwesende Gefühlsbegebenheit:

Du, genau du
Ich meine dich
Ja du

Ich, ich mit dir
Ich und du
Du, dich, ja genau du

Meins, dich du und deins
Deiner setzte ich meiner
Du, ach du

Ich wollt nur
Du, dich, sein deins
Ich verfluche
Mich, mein und meins

Hätte ich dich
Wärst da noch du
Wäre ich deins

Du und ich
Metamorphose zum wir
Du nur dich
Genau das wollte ich
Doch das bekam ich nicht
Was meinem Herzen nicht entspricht
Und mich meins, meiner zerbricht.

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Fieber

 

Die Welt hat Fieber. Sie hat Fieber und wir sind der Rotz der langsam nach aussen tropft. Hat man sich je gefragt wieso sich alles dreht? Es besteht gar keine Kraft stehen zu bleiben. Und die heisse Sonne, die vielen Planeten, das unendliche Universum, klar hat die Welt Fieber. Dieses unendlich kleine und unendliche Universum in deinem Kopf.

Es ging Nachbar Peter nach draussen in den Sonnatgskleidern (Ja, es war Montag Morgen). Sein meterlanger Seidenschal wehte spielerisch im Wind. Er öffnete behände das Gartentor, ging raus auf die Strasse, zwei, drei Schritte bis zu seinem Auto, öffnete die Autotür, stieg hinein und fuhr los. Um die nächste Ecke und er war weg! Spurlos verschwunden! Und ich wette mit allen affenabstammenden Menschen dieser infizierten Welt, wäre ich ihm gefolgt, er wäre noch da gewesen, aber das war er nicht, denn ich bin ihm ja nicht gefolgt. Galileo hatte recht, die Erde ist rund genug, aber was nicht spürbar da ist, gibt es das? Was wenn das die ganze Welt eine einzige „Truman-Show“ ist und du bist der Star der Sendung? Du sitzt in deinem Zimmer am Computer und vor deiner Tür steht ein Kamerateam und ein Maskenteam schminkt grad eine Schauspielerin die sich deine Mutter nennt? Nein. So nicht! Draussen hockt ein Krokodil und wartet nur darauf, dass dir der Himmel auf den Kopf fällt.

Schlag zurück! Das können die nicht mit dir machen. Geh raus und nimm das Haus auseinander. Nimm die Welt auseinander! Beiss in den Beton bis sich die Balken biegen.

Da kam Peter zurück. Ich hab ihm gratuliert und bekräftigt, ich hätte für seine Wiederauferstehung gebetet. Den Rest der Geschichte kann ich mir jetzt schenken, nein ich schenk sie euch. Geschenkpapier?

Wir haben Fieber im Kopf, wir drehen durch, sind in Sucht auf tausend einzelne Ziele. und wer zu leise denkt hat verloren in dieser Welt. Die Welt ist krumm, sie ist kopfüber, sie ist in deinem Kopf und du bist selber Schuld. Heute regnet’s noch einmal Geld und wir weinen vor Glück. Heute ist alles dickflüssig, zäh und miefend. Heute tropft alles an dir runter und es klebt. Heute schmelzt der Kühlschrank. Heute halten dich alte Leute jung. Heute werden Krebse gekocht, Zwillinge, Jungfrauen & Widder haben nochmals Glück gehabt. Heute ist es die Lösung all deiner Probleme. Heute macht dein Geist Vodoo mit deinem Körper. Heute tut der Kopf weh, der Urknall kommt zu spät. Heute sind wir wie eine alte Tanne die grad noch so stehen kann. Heute haben wir Fieber.

Doch schon Morgen hat sich die Welt an uns verschluckt.

Kopfgesindel

Es scheint als tanzt das Gesindel in meinem Kopf. Es tanzt und tanzt und tanzt und merkt erst beim Hinfall, dass es gar nicht tanzen kann. Die Begebenheiten vergangener Tage sind die Aktenvernichter meines Kopfes. Und so, ungeachtet in einer Sekunde völligen Unbeachtens der Aussenwelt, kommen aufrechte blaue Goblins mit schiefen Zähnen die in mein Gehirn einbrechen, den Verstand um sich selber bringen und den Wänden eine dünne Schicht Galaxie auftragen. Man weiss ja nie.

Es sind so manche Menschen auf den Gehwegen, den Strassen, den Häusern, auf Dachterrassen unter den Sonnenschirmen in Riesenluxushotels, in den Ecken, den Bergen und den Seen. Doch keiner von denen sieht die Farbe in dir drin.

Stillschweigen.

Doch dann muss ich hier raus. Ich nehme die Farbeimer und male Bergen an, damit den Leuten ein Licht aufgeht, drehe Züge um damit sie die Richtung wechseln, lasse Pferde auf meinem Rücken reiten, damit sie den Frühling besser spüren, packe den See am Arm, um ihn ins Wasser zu hieben, pflücke Wolkenkratzer aus dem Garten der Regierung, um der Welt zu zeigen wo die Macht liegt, blase Heissluftballons auf bis sie platzen und die Wiesen voll mit Heissluftballonstoff sind und trotzdem liege ich immer noch im Bett und frage mich wieso ich so bin und wieso immer alles so passiert. So passiert, wie es nun mal passiert.

Ich muss wohl schon träumen.