Kopfgesindel

von Eulenkönig

Es scheint als tanzt das Gesindel in meinem Kopf. Es tanzt und tanzt und tanzt und merkt erst beim Hinfall, dass es gar nicht tanzen kann. Die Begebenheiten vergangener Tage sind die Aktenvernichter meines Kopfes. Und so, ungeachtet in einer Sekunde völligen Unbeachtens der Aussenwelt, kommen aufrechte blaue Goblins mit schiefen Zähnen die in mein Gehirn einbrechen, den Verstand um sich selber bringen und den Wänden eine dünne Schicht Galaxie auftragen. Man weiss ja nie.

Es sind so manche Menschen auf den Gehwegen, den Strassen, den Häusern, auf Dachterrassen unter den Sonnenschirmen in Riesenluxushotels, in den Ecken, den Bergen und den Seen. Doch keiner von denen sieht die Farbe in dir drin.

Stillschweigen.

Doch dann muss ich hier raus. Ich nehme die Farbeimer und male Bergen an, damit den Leuten ein Licht aufgeht, drehe Züge um damit sie die Richtung wechseln, lasse Pferde auf meinem Rücken reiten, damit sie den Frühling besser spüren, packe den See am Arm, um ihn ins Wasser zu hieben, pflücke Wolkenkratzer aus dem Garten der Regierung, um der Welt zu zeigen wo die Macht liegt, blase Heissluftballons auf bis sie platzen und die Wiesen voll mit Heissluftballonstoff sind und trotzdem liege ich immer noch im Bett und frage mich wieso ich so bin und wieso immer alles so passiert. So passiert, wie es nun mal passiert.

Ich muss wohl schon träumen.

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