Schlag sieben dann, zünd die letzten Kerzen an!

Man lasse beim lesen dieses Video im Hintergrund laufen, um besser mitfühlen zu können: RainyMood

Es ist ein dunkler Tag, die Regentropfen begeben sich in Strömen und mit erschütternder Geschwindigkeit nieder auf alles was nicht versteckt ist und der Wind zieht um die einsamen Hütten. Ein par Stalltiere sind von Nachbarn drüben zu hören und er liegt noch immer da, grade erst erwacht. Die Tage wurden nun schon lange nicht mehr gezählt. Langsam geht er auf und schaut zum Fenster raus, erbärmlich drücken sich die Äste der Tannen unter der schweren Last des Wetters nieder. Es ist nicht mehr wichtig was geschehen war und wieso es so kam. Drüben am Waldrand sieht man noch ein Reh wie es nach Unterschlupf sucht, schon verschwindet es hinter den Sträuchern. Noch einmal drückt er sich zurück ins Bett und so liegt er da, eine halbe Stunde vergeht, noch eine, vielleicht auch zwei.

Was passiert passiert und was gedacht wird, wird so oft auch getan, drum denk nicht zu viel an die Rache, sonst schwindet sie noch der Begrenzung durch Gleichhaftigkeit.

Raus hier, nur noch raus! Weg von diesem Ort, ab durch die Büsche, rein in den Wald. über Stock, über Stein, was die Beine tragen mögen. Der Herr muss weg von dem Ort der seine Wurzel war. Peitschend dreschen die Äste auf ihn ein und nicht schnell genug trägt ihn der Körper, so hüpf doch! Warum dieser Skandal? Einmal noch und über den Baumstrunk rüber um die Ecke hinter die grosse Lichtung rauf durch den Wald, immer höher trägt es ihn fort, er springt und kein Blick zurück könnte sei Bedürfnis mildern. Noch ein Sprung und noch einmal und noch einmal und da. Genau da! Da liegt er nun, mit dem Gesicht nach oben, pitschnass und verdreckt! Schon ist er weggeweht, der Gedanke, der ihm von Nutzen war auf den Wanderwegen. Laub und ein par andere Himmelsfetzen treiben durch den Wind, die Bäume biegen sich und die Dämmerung verschluckt alles, alles bis auf den letzten Bissen nur eines spuckt sie aus, die wilde Jagd.

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