Bachblei

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Es ist die Erholung die uns auffährt. Wer kauft sich schon einen Hausaffen, weil er einen Hausaffen will der für ihn da ist wenn man heimkommt und die restlichen 10 Stunden gelangweilt in der Ecke sitzt.

In der Ecke sitzt auch du, in der hintersten meines Gehirns. Ist es bequem so? Ist es recht so? In deinem papageienfarbigen Gewand und der hölzernen Krone. Interessierte es mich nicht, trägtest du nur einen Anzug. Man merke, Krawatten sind grundsätzlich scheisse! Der Herr trägt eine Fliege, dass man sich denn Rücken biege.

Komm, Herr, wage ein Tänzchen in mir. Ich schau mir gerne zu, lasse dich nicht zur Ruh. Auf und ab und ab und auf. Mir fehlt es hier an so viel Schnauf. Ich dreh Runden in deinem Kopf, mein langer Mantel, dein grosser Hut, bis es dann der Rollschuh tut. Die engen Kurven, das Gedicht, dass du in meinen Gehirnboden ziehst, es schreibt meinen Namen, deinen Namen so klar. Wollen wir uns drehen? Dein Kopf verschafft mir Platz, ich reise wie ein Vogel, ein Spatz. Du gleitest an den Wänden bis ich wieder runterkomme und du es von neuem versuchst, mich völlig verruchst. Die Tinte im Arsch, die den Antrieb gewährt. Lass uns kreisen wie die Meisen, ich könnte tagelang, ich würde kräftelos. Blumen hier und Blumen da, schiessen dir ins Gesicht. An Farbe wird gespart, aber heute nicht!

Himmel Hergott, zur Hölle! Stampf noch dreimal, dann wird’s ein Film, hinter meinen Augen, ich wage regungslos zu schauen, bis es dann kommt, bis alles dann kommt, dann wieder von vorne. Nur endlich echt?! Und wieder von vorne, wieder von vorne, wieder von vorne …

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