Chopin läuft

von Eulenkönig

 

Chopin läuft. Die Nase und der Fernseher. Die Gedanken laufen, die Katze über’s Dach. Ich davon. Und dann wird Chopin laufen. Die Nase und der Fernseher. Die Gedanken werden laufen, die Katze über’s Dach. Ich davon. Und dann wird Chopin zu Ende sein. Die Nase trocken und der Fernseher aus. Die Gedanken, ach frag nicht, die Katze lebt schon lange nicht mehr. Aber dann muss man halt Chopin anlassen. Etwas trinken und die Nase schnäuzen, vielleicht einfach wieder eines der 1000 Bücher vorne anfangen. Die Gedanken seien frei. Und ich hab da jetzt eine Katze aus dem Tierheim, die ist ganz lieb, Madame heisst sie und ich stehe dazu. Wir hören jetzt manchmal zusammen Chopin. Die Nase ist längst verstopft, manchmal gehe ich ins Internet und klicke einen vielversprechenden Beitrag an. Dabei muss ich gar nicht mehr so viel denken, das Haus hat ein Flachdach wo ich jetzt selber raufkomme und weit davon muss ich auch nicht, der Wald ist ja so ruhig und grün, auch im Winter.


Und lange habe ich mich gegen diesen Text gewehrt. Und doch bin ich mit ihm zufrieden. Doch dieser Tod soll mir nicht zu eilen, nein nein nein. Bääh, bäääh. Zunge waschen.

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