Unsagbarer Kampf


Ich habe all die Schlachten die ich führen will in mein Büchlein geschrieben. Jetzt bin ich müde, lass mich schlafen. Ich habe alle Pferde, alle Waffen, alle Gründe, alle Sorgen, alle Fantasien, alle Mächte fein säuberlich skizziert. Ich habe die Zeit, den Moment berechnet. Ich habe die Opfer bestellt, ich habe meine Rüstung rausgelegt. Ich habe alles bereitgelegt. Ich habe meine Schuhe bereitgelegt. Ich habe das Haus verschlossen. Ich habe meine Waffen angemalt, ich habe meine Haare rasiert. Ich habe Kränze aus Rosen gebunden. Ich habe den Dreck weggemacht. Ich habe die Bibel angeschaut. Ich habe meine Skulpturen gerichtet. Ich habe den majestätischen Gang geübt. Ich habe die Kleider gewaschen, ich habe sie genäht. Ich habe den Kampf angedeutet. Ich habe mich losgesagt. Ich habe alle Worte fein säuberlich notiert. Ich bin bereit, ich habe alles um zu marschieren. Doch jetzt bin ich müde. Lass mich nicht kämpfen, ich bin müde, lass mich einfach schlafen. Soll der Staub wiederkommen, ich bin so unsagbar müde und geschlafen habe ich auch nicht.

Und du, den Stein will ich nicht. Den Stein hast du in meinem Haus liegen gelassen. Ich mag keine Steine. Hol deinen Stein wieder ab. Den werde ich nicht mit mir rumtragen. Nicht meinen bleischwer gewordenen Kopf damit beschweren. Hol deinen Stein wieder ab.

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