Eulenkönig.

Ich muss wohl schon träumen.

Kategorie: Textgedanken

Unsagbarer Kampf


Ich habe all die Schlachten die ich führen will in mein Büchlein geschrieben. Jetzt bin ich müde, lass mich schlafen. Ich habe alle Pferde, alle Waffen, alle Gründe, alle Sorgen, alle Fantasien, alle Mächte fein säuberlich skizziert. Ich habe die Zeit, den Moment berechnet. Ich habe die Opfer bestellt, ich habe meine Rüstung rausgelegt. Ich habe alles bereitgelegt. Ich habe meine Schuhe bereitgelegt. Ich habe das Haus verschlossen. Ich habe meine Waffen angemalt, ich habe meine Haare rasiert. Ich habe Kränze aus Rosen gebunden. Ich habe den Dreck weggemacht. Ich habe die Bibel angeschaut. Ich habe meine Skulpturen gerichtet. Ich habe den majestätischen Gang geübt. Ich habe die Kleider gewaschen, ich habe sie genäht. Ich habe den Kampf angedeutet. Ich habe mich losgesagt. Ich habe alle Worte fein säuberlich notiert. Ich bin bereit, ich habe alles um zu marschieren. Doch jetzt bin ich müde. Lass mich nicht kämpfen, ich bin müde, lass mich einfach schlafen. Soll der Staub wiederkommen, ich bin so unsagbar müde und geschlafen habe ich auch nicht.

Und du, den Stein will ich nicht. Den Stein hast du in meinem Haus liegen gelassen. Ich mag keine Steine. Hol deinen Stein wieder ab. Den werde ich nicht mit mir rumtragen. Nicht meinen bleischwer gewordenen Kopf damit beschweren. Hol deinen Stein wieder ab.

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Bleiche, weiche, weiße Küche

Ich schwöre, man gewöhnt sich daran

«Mit Liedern in der Küche muss man Acht geben. Da gibt es manchen der kennt sich aus, kennt Fakten.»

Mittags um 10.15 Uhr tropft die Küche langsam runter. Alle für ein Musketier. Ich sitze drinnen, ich kann das. Nein. Ja? Der Hahnen tropft, meine Küche eine Pfütze. Und ich tropfe so langsam an mir runter. Die Sonne scheint. Ich bin übrig, du noch nicht, dich würde ich an ein Kreuz nageln. Bibel-Sender. Ich halte jede Stange, jeder Finger am Abzug, jeder muss zucken.

Mittlerweile ist 11.20 Uhr vorbei und ich warte auf die Medizin. Könnte man Liebe nicht messen und für immer im Nationalarchiv gewissenhaft verwalten. Alles bleibt beim Alten und der Hahn tropft. Ich bin fruchtbar, du bist flammbar. Ich studier den Zooplan, du Biologie. Ich sag geh mal, du läufst fort. Ich grubte, grabte, grieb an deinen Wunden, wäre da Gold? Die Welt rettet man nicht mal so baldig.

Ich für alle deine Wunden im Meer. Und alles tropft beim Warten. Backe auf Backe. Bein auf Bein (von unten zu kurz). Ich mit Spannung, du dann nachher gelangweilt. Da gibt es manchen, der kennt sich aus, kennt Fakten. Es bleibt alles beim Alten und der Hahn der tropft. Ich warte weiter (auf gar nichts).

An mir steigt die Bergkette hoch, an dir eine Spitzmaus. Auf mir sitzt die Last der Tage, auf dir die seiner Hände. 12:45 Uhr. Ich räume langsam auf, putze all das Vertropfte weg, ich der einzige Zeuge, der einzige Zeuge eines überschaubaren Weltkrieges. Eine Welt die saugt und nicht von Saugern vertrieben wird. Nichts zu verlieren. Eisenwarenkühl. Den die Welt, ich, zieht in den Krieg, und ich bin wieder einmal nicht dabei. Wieder von vorne.

Chopin läuft

 

Chopin läuft. Die Nase und der Fernseher. Die Gedanken laufen, die Katze über’s Dach. Ich davon. Und dann wird Chopin laufen. Die Nase und der Fernseher. Die Gedanken werden laufen, die Katze über’s Dach. Ich davon. Und dann wird Chopin zu Ende sein. Die Nase trocken und der Fernseher aus. Die Gedanken, ach frag nicht, die Katze lebt schon lange nicht mehr. Aber dann muss man halt Chopin anlassen. Etwas trinken und die Nase schnäuzen, vielleicht einfach wieder eines der 1000 Bücher vorne anfangen. Die Gedanken seien frei. Und ich hab da jetzt eine Katze aus dem Tierheim, die ist ganz lieb, Madame heisst sie und ich stehe dazu. Wir hören jetzt manchmal zusammen Chopin. Die Nase ist längst verstopft, manchmal gehe ich ins Internet und klicke einen vielversprechenden Beitrag an. Dabei muss ich gar nicht mehr so viel denken, das Haus hat ein Flachdach wo ich jetzt selber raufkomme und weit davon muss ich auch nicht, der Wald ist ja so ruhig und grün, auch im Winter.


Und lange habe ich mich gegen diesen Text gewehrt. Und doch bin ich mit ihm zufrieden. Doch dieser Tod soll mir nicht zu eilen, nein nein nein. Bääh, bäääh. Zunge waschen.

Der Liebster Award

Als Erstes vielen Dank an die Echolotta die mich für den «Liebster Award» nominiert hat. Ich kenne sie als @Pimpernellchen auf Twitter und bin schon sehr lange ein Fan ihrer Gedanken- und Schreibwelt die mich auf die Reise in spannendste Wälder treiben. Umso dankbarer bin ich, dass die damit verbundene Schreibaufforderung kam, als ich gerade nichts ahnend den Tiefschlaf aufsuchte.

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Zugegeben – auch ich wusste nicht, was der «Liebster Award» ist, aber ich wurde aufgeklärt: Für den Liebster Award wird man von anderen Bloggern nominiert, bekommt und beantwortet 11 Fragen und nominiert wiederum 11 Blogger, denen man 11 neue Fragen stellt. Der Liebster Award ist somit dazu gedacht, weniger bekannte Blogs bekannter zu machen.

Nun denn! So lest meine Antworten auf die Fragen von Echolotta. Ich habe hier keine weiteren Blogger nominiert, da ich diesen Blog zur Wiedergabe nutze, aber nicht sozial darauf verkehre, sprich: Ich lade hier meine Schreibgedanken ab, kommuniziere aber über Twitter: @Chatzefuetter Somit kenne ich viel zu wenig Blogs, nehme aber sehr gerne Vorschläge entgegen. Nun zu meinen Antworten auf ihre Fragen:

 

1. Was denkst du über Menschen, die einen Apfel mit Stumpf und Stiel, also samt Kerngehäuse essen?
Nun ja, ich mag solche Menschen. Ich weiss nicht was es ist, aber sie sind mir sehr charmant. Sie nehmen sich mehr als der Anstand gebietet, sie tun es ja sicher weil sie es wollen und mehr ist nicht wichtig, das sollte von vielen Menschen bewundert werden. Ich lecke den Teller auch aus, wenn das Dessert gut war.

2. Ich habe so einige Wochen meines Lebens auf der Suche nach meinem Schlüssel verbracht. Kennst du das?
Ja ich kenne das. Obwohl ich nie Schlüssel suche (wir haben nicht so eine grosse Verbindung). Bei mir ist es das Portemonnaie, früher das Handy. Diese Art Suche ist das Einzige, das mir einfällt, was mich zur Weißglut treiben kann. Darum bin ich im Nachhinein manchmal froh mich deswegen so geärgert zu haben, da weiss ich, dass ich noch am leben bin. Das ist mir wichtig. Aber ganz ehrlich, wann bekommt man die unnützen Wochen wieder zurück?

3. Wie bekommt man unsportliche Menschen von der Couch?
Mit Leidenschaft. Bei mir ist es zumindest so, wenn es um die Künste geht hüpf ich schon hoch, auch wenn ich total übermüdet bin.

4. Von Katzen lernen heißt: Egal, wie viel Spielzeug herum liegt, am spannendsten ist der neue Karton. Aber was genau lernt man davon?
Das ist meine Lieblingsfrage. Ich beschäftige mich schon seit meiner Geburt mit Katzen und ich kann dazu sagen, dass Karton für die Katze eine Geborgenheit darstellt. In ihren Urgenen, die sie seit der ägyptischen Falbkatze mit sich trägt ist eine Information gespeichert die das warme Braun eines Karton und seine Beschaffenheit mit der Gebärmutterinnenhaut einer Katze verwandt macht und bei der Geburt der Katze geht es doch darum sich freizukämpfen, und zum Geschenk bekommt sie danach die Krallen. Was für sie dann eine Art Revanche darstellt mit dem Karton zu kämpfen oder eben, sich darin geborgen zu fühlen. Oder das von Menschen entworfene Spielzeug ist einfach zu unnatürlich und nichts sagend.
Ah wir sollten was davon lernen? Na dann, sollten wir es ihr einfach gleich tun.

5. Hast du eine Strategie zur Bewältigung von Angst?
Nein. Sie ist ein Gefühlsausbruch. Diese inspirieren mich. Ich habe nicht gerne Angst, aber akzeptiere sie.

6. Hast du Kollegen schon einmal einen Streich gespielt?
Ich spiele am liebsten Streiche indem ich falsche Dinge behaupte und die Reaktionen abwarte. Wie zu behaupten, unser Land hätte früher Könige gehabt, die gar nicht von Affen abstammten wie wir. Wichtig ist, sich dabei selber zu glauben.

7. Warum klingelt der Wecker immer zu früh?
Weil man nicht das tut was man liebt.

8. Was ist schlimmer als zwei Blockflöten?
Nun ja, Kinder die sie zu bedienen lernen wollen.

9. Was ist das früheste Erlebnis deiner Kindheit, an das du dich erinnern kannst?
Ich weiss nicht ob das das Frühste ist, da ich bei den frühsten Erinnerungen keine Verbindung zur Zeit habe. Aber ich erinnere mich spontan an folgendes: Wir hatten ein älteres Ehepaar aus Polen als Untermieter auf der anderen Seite unseres grossen Hofes. Ich wurde geschickt ihnen Post zu bringen, die irrtümlicher Weise in unserem Kasten landete. Sie wollten gerade zu Mittag essen und luden mich zu dem Mahl ein. Es gab gedämpfte Karotten, das Bild habe ich noch vor mir, mehr weiss ich aber nicht mehr.
Ich vermisse die beiden, als Kind habe ich es geliebt sie zu besuchen, vor allem wenn noch ihre Schwester aus Polen zu Besuch kam.
Oder ich liebte es mich mit der Nachbarin in ihren Garten zu schleichen und uns Geschichten auszudenken über einen grossen grauen Kasten mit schwarzem Deckel und zwei kleinen Löchern, der dort stand. Ich war mir damals zu 100% sicher, dass man damit Pommes frites herstellen konnte.

10. Kaffee oder Tee?
Tee. Ich verstehe den Kaffe-Hype nur begrenzt. Tee hilft mir gesund zu werden.

11. Wünschst du dir was, wenn du eine Sternschnuppe siehst?
Immer, und da man das ja niemanden sagen darf …
Sind sie nicht schön, diese Rituale?

Bachblei

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Es ist die Erholung die uns auffährt. Wer kauft sich schon einen Hausaffen, weil er einen Hausaffen will der für ihn da ist wenn man heimkommt und die restlichen 10 Stunden gelangweilt in der Ecke sitzt.

In der Ecke sitzt auch du, in der hintersten meines Gehirns. Ist es bequem so? Ist es recht so? In deinem papageienfarbigen Gewand und der hölzernen Krone. Interessierte es mich nicht, trägtest du nur einen Anzug. Man merke, Krawatten sind grundsätzlich scheisse! Der Herr trägt eine Fliege, dass man sich denn Rücken biege.

Komm, Herr, wage ein Tänzchen in mir. Ich schau mir gerne zu, lasse dich nicht zur Ruh. Auf und ab und ab und auf. Mir fehlt es hier an so viel Schnauf. Ich dreh Runden in deinem Kopf, mein langer Mantel, dein grosser Hut, bis es dann der Rollschuh tut. Die engen Kurven, das Gedicht, dass du in meinen Gehirnboden ziehst, es schreibt meinen Namen, deinen Namen so klar. Wollen wir uns drehen? Dein Kopf verschafft mir Platz, ich reise wie ein Vogel, ein Spatz. Du gleitest an den Wänden bis ich wieder runterkomme und du es von neuem versuchst, mich völlig verruchst. Die Tinte im Arsch, die den Antrieb gewährt. Lass uns kreisen wie die Meisen, ich könnte tagelang, ich würde kräftelos. Blumen hier und Blumen da, schiessen dir ins Gesicht. An Farbe wird gespart, aber heute nicht!

Himmel Hergott, zur Hölle! Stampf noch dreimal, dann wird’s ein Film, hinter meinen Augen, ich wage regungslos zu schauen, bis es dann kommt, bis alles dann kommt, dann wieder von vorne. Nur endlich echt?! Und wieder von vorne, wieder von vorne, wieder von vorne …

Kopf Unter

Es klopft, tropft aus meinem Kopf, mir mitten in den Sinn. Es dampt und stampft in meinem Hirn. Man öffne die Akten und hole die Kisten, die Leere betrügt! Kein Sätzlein, keine Worte, nichts das mein Herz begnügt. Stille herrscht keine und mundfaul gibts nicht. Doch was sich da bildet, sind meine Worte nicht.

Mitternacht und Dunkelheit, die aus dem Kopfe schreit.

Das Wasser noch lau doch die Luft schon bieder. Es genügt die nahezu vollendete Entblössung und zwei, drei Schritte schon ist man im Gewässer. In der Nacht ist ein See kein See des Sommers. Viel eher der Heimat der Mystik gleich. Es mag innere Genugtuung erbringen seinen Körper zu benässen. Doch man tauche einmal unter. Man hebe den Kopf und erschleiche sich das Stück Luft mit der grössten Fülle und lasse sich nach unten treiben. Die Stille beherrscht alles, jeder Ton, jeder Laut wird in so eine langsame Zeit gedrängt und gedämpft, dass alles trotz alle dem zeitlos und still erscheint.

Der Märzhase

Der Märzase und der verrücke Hutmacher beschäftigt damit Mäuschen Schwanz in einen Topf zu stecken. So zum Spass.

Der Märzase und der verrücke Hutmacher beschäftigt damit Mäuschen Schwanz in die Teekanne zu stecken. So zum Spass.

Zum Schluss ist anzumerken, dass diese Erzählung im Übrigen vom Märzhasen aus Dumpeldoo handelt, welcher nicht zu verwechseln ist mit dem Hasen aus Rottenschaben, wo die faule Otter haben. Jener dort ist kein leidenschaftlicher Angler, der nie Fische fängt, welche er nicht isst, was wohl keineswegs den Grund für seine nicht existierende Existenz bildet.

Nun zu jenem Hasen aus Dumpeldoo. Er wohnt mit seiner Grossmutter Mäuschen Schwanz und seinem Vater Rättchen Bein in einer Höhle auf der Ahornkrone. In jenem Ahorn hinter den sieben Aquarien, auf dem die Edelkraniche landen. Deren Worte sind aus reinem Gold und ab und zu kommt es vor, dass diese Worte ins Nest runterfallen, daher auch der Wohlstand und die Beulen am Kopf des Märzhasen. Die Höhle ist aus getrocknetem Gras damit keine Schweine davon knabbern. Man kann nie wissen, man muss sich schützen, schützen vor zu viel Sinn in der Welt, des Märzhasen‘ Rezept dagegen sind Pfannen, Kochtöpfe, das Besteck, die Möblierung, jegliche Kisten und Tonnen, Besen und Werkzeug, kurz alles was einigermassen gut durch die Luft fliegt.

In diesem Dorf, namens Legeipsnieckuk wohnt auch der verrückte Hutmacher, des Hasen Kumpan. Mein Gott ist der verrückt. Ja, nicht zum Aushalten verrückt! Grade als der Märzhase seine Pfannen und Töpfe zum trocknen an die Wäscheleine gehängt, sich sein Rindenbrot gestrichen (mit der feinsten, nicht krümelnden Butter versteht sich), die Pinguine gebadet und ein Bad in Läusen nehmen wollte kommt er dahergelaufen und fragt den Hasen, ob er den mit ihm ein paar Gänse melken kommen wolle. «Völlig verrückt, völlig verrückt!»

Die Hauptnahrung des Wesens ist Tee und bei grossem Hunger geht auch mal eine Untertasse. Beim Teekränzchen ist Konversation das M und Y. Wer keinen Tee mag muss umso mehr Konversation machen. Wer das Thema wechselt bekommt den  Vorschlaghammer zu verspüren, wechselt der Märzhase das Thema bekommt jeder mit dem Vorschlagshammer einen verpasst und wird nie das Thema gewechselt wird sogar vom Vorschlagshammer Gebrauch gemacht.

Fieber

 

Die Welt hat Fieber. Sie hat Fieber und wir sind der Rotz der langsam nach aussen tropft. Hat man sich je gefragt wieso sich alles dreht? Es besteht gar keine Kraft stehen zu bleiben. Und die heisse Sonne, die vielen Planeten, das unendliche Universum, klar hat die Welt Fieber. Dieses unendlich kleine und unendliche Universum in deinem Kopf.

Es ging Nachbar Peter nach draussen in den Sonnatgskleidern (Ja, es war Montag Morgen). Sein meterlanger Seidenschal wehte spielerisch im Wind. Er öffnete behände das Gartentor, ging raus auf die Strasse, zwei, drei Schritte bis zu seinem Auto, öffnete die Autotür, stieg hinein und fuhr los. Um die nächste Ecke und er war weg! Spurlos verschwunden! Und ich wette mit allen affenabstammenden Menschen dieser infizierten Welt, wäre ich ihm gefolgt, er wäre noch da gewesen, aber das war er nicht, denn ich bin ihm ja nicht gefolgt. Galileo hatte recht, die Erde ist rund genug, aber was nicht spürbar da ist, gibt es das? Was wenn das die ganze Welt eine einzige „Truman-Show“ ist und du bist der Star der Sendung? Du sitzt in deinem Zimmer am Computer und vor deiner Tür steht ein Kamerateam und ein Maskenteam schminkt grad eine Schauspielerin die sich deine Mutter nennt? Nein. So nicht! Draussen hockt ein Krokodil und wartet nur darauf, dass dir der Himmel auf den Kopf fällt.

Schlag zurück! Das können die nicht mit dir machen. Geh raus und nimm das Haus auseinander. Nimm die Welt auseinander! Beiss in den Beton bis sich die Balken biegen.

Da kam Peter zurück. Ich hab ihm gratuliert und bekräftigt, ich hätte für seine Wiederauferstehung gebetet. Den Rest der Geschichte kann ich mir jetzt schenken, nein ich schenk sie euch. Geschenkpapier?

Wir haben Fieber im Kopf, wir drehen durch, sind in Sucht auf tausend einzelne Ziele. und wer zu leise denkt hat verloren in dieser Welt. Die Welt ist krumm, sie ist kopfüber, sie ist in deinem Kopf und du bist selber Schuld. Heute regnet’s noch einmal Geld und wir weinen vor Glück. Heute ist alles dickflüssig, zäh und miefend. Heute tropft alles an dir runter und es klebt. Heute schmelzt der Kühlschrank. Heute halten dich alte Leute jung. Heute werden Krebse gekocht, Zwillinge, Jungfrauen & Widder haben nochmals Glück gehabt. Heute ist es die Lösung all deiner Probleme. Heute macht dein Geist Vodoo mit deinem Körper. Heute tut der Kopf weh, der Urknall kommt zu spät. Heute sind wir wie eine alte Tanne die grad noch so stehen kann. Heute haben wir Fieber.

Doch schon Morgen hat sich die Welt an uns verschluckt.

Kopfgesindel

Es scheint als tanzt das Gesindel in meinem Kopf. Es tanzt und tanzt und tanzt und merkt erst beim Hinfall, dass es gar nicht tanzen kann. Die Begebenheiten vergangener Tage sind die Aktenvernichter meines Kopfes. Und so, ungeachtet in einer Sekunde völligen Unbeachtens der Aussenwelt, kommen aufrechte blaue Goblins mit schiefen Zähnen die in mein Gehirn einbrechen, den Verstand um sich selber bringen und den Wänden eine dünne Schicht Galaxie auftragen. Man weiss ja nie.

Es sind so manche Menschen auf den Gehwegen, den Strassen, den Häusern, auf Dachterrassen unter den Sonnenschirmen in Riesenluxushotels, in den Ecken, den Bergen und den Seen. Doch keiner von denen sieht die Farbe in dir drin.

Stillschweigen.

Doch dann muss ich hier raus. Ich nehme die Farbeimer und male Bergen an, damit den Leuten ein Licht aufgeht, drehe Züge um damit sie die Richtung wechseln, lasse Pferde auf meinem Rücken reiten, damit sie den Frühling besser spüren, packe den See am Arm, um ihn ins Wasser zu hieben, pflücke Wolkenkratzer aus dem Garten der Regierung, um der Welt zu zeigen wo die Macht liegt, blase Heissluftballons auf bis sie platzen und die Wiesen voll mit Heissluftballonstoff sind und trotzdem liege ich immer noch im Bett und frage mich wieso ich so bin und wieso immer alles so passiert. So passiert, wie es nun mal passiert.

Ich muss wohl schon träumen.